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Buchrezension: Edgar Hofers “Tantrische Erleuchtung”

Unser Freund und Mentor Edgar Hofer ist vor zwei Tagen nach Gomera abgereist, um die nächsten Jahre unter Palmen zu verbringen. Vorher hat er noch sein Buch über das letzte Jahr vor seiner Erleuchtung geschrieben.

Das Buch „Tantrische Erleuchtung“  ist ein faszinierender Road-Trip durch Indien – mit einem jähen Ende. Die Kundalini-Energie erwacht im Autor, der dann die Erfahrung seines Ego-Todes und seiner Erleuchtung macht.  11 Jahre später – Edgar Hofer ist mittlerweile Satsang- und Tantralehrer – erinnert er sich nochmal an die Stationen seines Indienaufenthalts.
Am Anfang ist Edgar ein recht erfolgreicher Programmierer aus Wien, der aufgrund intensiver seiner Erfahrungen mit Sex, Drogen und Meditation zu einer folgenreichen Entscheidung kommt. Er verschenkt und verkauft seine Sachen und begibt sich mit seiner neuen Partnerin auf einen längeren Indienaufenthalt, um dort nach den Wurzeln des wahren Yoga zu suchen und erleuchtet zu werden. Er kommt dabei durch verschiedene Städte und Ortschaften Indiens, wird Schüler eines Nath-Yogi und lässt sich auf die fremde indische Geisteswelt ein.

Edgar in Goa im Jahre 2009

Aufgrund ständiger Streitereien mit der Freundin, die ihm auf dem Weg nach und nach immer mehr verlorengeht, stürzt Edgar sich in verzweifelte Alles-oder-Nichts- Experimente mit verschiedenen Drogen. Sie zeigen ihre Wirkung: der Autor verliert mehr und mehr den Boden unter den Füßen, wird fast paranoid und erhält vom Leben einige harte Teachings in Sachen Loslassen. Schließlich lässt er sogar die spirituelle Suche los, weil sie ihm fad und sinnleer erscheint. Im Osho-Ashram von Poona trifft er die Frau, die sich ihm mittlerweile ganz entzogen hat, wieder. Er wird Sannyasin und die Kundalini-Energie beginnt in ihm zu erwachen.
Aber erst nachdem er seine Abhängigkeit von der Frau ganz loslassen kann, wird er frei zur letzten Erfahrung , die ihm ausgerechnet in der German Bakery in Poona geschieht, die 2010 von islamistischen Terroristen zerstört wurde (!)

Das Buch ist authentisch und zutiefst ehrlich, nirgendwo versucht Edgar zu beschönigen oder sich selbst in einem tollen Licht darzustellen. Es beschreibt die extreme Suche eines Menschen, der dabei zwischendurch verzweifelt, den Boden unter den Füßen verliert und auch beinahe scheitert, und schließlich eine Erfahrung macht, die ihm alles nimmt und doch alles auf neue Weise wieder schenkt. Eines der ehrlichsten spirituellen Bücher, das ich kenne, gut lesbar und unterhaltsam zudem. Die vielen extremen Drogen-Szenen mögen manche Leute abschrecken und machen es evtl. auch für jugendliche Leser eher ungeeignet, da Nachahmungsgefahr droht. Hippie- und Traveller-Naturen hingegen werden sich darin wiederfinden und wohl fühlen.
Angenehm sind die Kommentare aus heutiger Sicht, die ausgleichen und relativieren, dem damaligen Erleben jedoch niemals ihre Berechtigung absprechen. Eine der besten „Erleuchtungsgeschichten“, die das Zeug zum Kultbuch hat.

Edgar Hofer (OWK) Tantrische Erleuchtung
Books on Demand, Norderstedt 2010

Zu kaufen bei www. tantra-literatur.de unter diesem Link.
Heißer Tipp von Silvio

Geschrieben von

Veröffentlicht unter: Silvio

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